Neuer Vorstand der ESGD – Eindrücke von der Jahrestagung in Freiburg

Unsere diesjährige Jahreskonferenz fand vom 12. bis 14. November im Kloster St. Lioba in Freiburg-Günterstal statt. Überschrieben war die Tagung mit dem Titel „Edith Stein – Glaube und Vernunft“. Nach dem gemeinsamen Gebet der Vesper mit den Benediktinerschwestern der Heiligen Lioba wurden die Teilnehmer von der scheidenden Vorsitzenden Dr. Katharina Seifert begrüßt. Dabei schlug sie über eine Kunstinstallation von Carola Faller-Barris mit dem Thema „Für unser Volk“ eine Brücke zwischen Edith Stein und Freiburg. Im weiteren Verlauf des Abends konnte ein Glasfensterprojekt für die Kapelle in Auschwitz/Oświęcim vorgestellt werden durch Pfr. Dr. Manfred Deselaers und den Mainzer Künstler Yvelle Gabriel – dazu mehr in den nächsten Mitteilungen.
Außerdem erhielten wir einen Einblick in die Video-Aktion „Edith Stein inspiriert“ vom „Zentrum für Gebet und Dialog“ in Auschwitz/Oświęcim. Der Samstagvormittag war geprägt durch zwei Vorträge von Prof. Dr. Markus Enders und PD Dr. Christoph Heizler zu dem Spannungsfeld von „Glaube und Vernunft“ in Leben und Werk Edith Steins. In den sich anschließenden Diskussionen konnten auch die Überlegungen der Teilnehmer aufgegriffen werden. Am frühen Nachmittag ergab sich dann die Möglichkeit zur Begegnung mit Schwestern von der Heiligen Lioba. Eine Führung durch das architektonisch eindrückliche Oratorium, den Garten sowie ein Besuch des Edith-Stein-Zimmers und des Husserl-Grabes verdeutlichten den engen Bezug Edith Steins zu dem diesjährigen Tagungsort.
Während der obligatorischen Mitgliederversammlung wurde durch die Anwesenden turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt. Nach zwölf Jahren als Präsidentin und insgesamt 24 Jahren Mitarbeit im Vorstand unserer Gesellschaft wurde Dr. Katharina Seifert verabschiedet. Zum Abschied konnte Frau Dr. Katharina Seifert eine Edith-Stein-Ikone, die von Sr. Veronika Elisabeth Schmitt OCD (Karmel Dachau) gemalt wurde, überreicht werden. Adele Stork und P. Dr. Ulrich Dobhan OCD erhielten eine Kerze mit dem Bild Edith Steins als Karmelitin, angefertigt von Sr. Nevenka vom Konvent der Franziskanerinnen im Mainzer Priesterseminar.
Als neue Präsidentin wählten die Mitglieder die bisherige Vizepräsidentin Dr. Beate Beckmann-Zöller aus Oberhaching bei München. Frau Dr. Katharina Seifert gratulierte ihrer Nachfolgerin zum neuen Amt und betonte die Bedeutsamkeit der Philosophin sowie Pädagogin Edith Stein für unsere Zeit und die Wichtigkeit, sie als Mitpatronin Europas im Gebet für das christliche Abendland anzurufen. Ebenfalls aus dem Vorstand verabschiedet wurden P. Dr. Ulrich Dobhan OCD, München, sowie die Geschäftsführerin Adele Stork aus Bretten-Neibsheim.
Die große Dankbarkeit für das Engagement aller verabschiedeten Vorstände für die ESGD wurde durch mehrfachen stehend en Applaus der Tagungsteilnehmer überaus deutlich. Zu gratulieren ist dem neuen Vizepräsidenten unserer Gesellschaft, Regens Dr. habil. Tonke Dennebaum, Mainz, der neuen Geschäftsführerin Sr. M. Karola Dróżdż OP vom Kloster St. Magdalena, Speyer, den „alten Vorständen“ Prof. DDr. Mariéle Wulf (St. Gallen/Utrecht) und Pfr. Norbert Marxer (Schongau) und den neugewählten Vorständen Pia Lilienstein (Nürnberg) und P. Dr. Lukasz Steinert OCD (Rom). Danach berief der Vorstand die anwesenden Beiräte Barbara Grom (Sinsheim) und Bernhard Starre (Görlitz) , und in Abwesenheit Dr. Cordula Haderlein (Forchheim), P. Felix Maria Schandl OCarm (Bengel) und Alfred Körner (Stuttgart), die in einer der nächsten „Mitteilungen“ vorgestellt werden.
Ihren Abschluss fand unsere Jahreskonferenz mit einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag, dem Weihbischof Dr. Peter Birkhofer vorstand. Dankend hervorzuheben ist an dieser Stelle die hervorragende musikalische Mitgestaltung durch das Vokalensemble  Capella Cantorum Freiburg unter der Leitung von DKMD em. Wilm Geismann. Im Anschluss an die Heilige Messe bestand noch Gelegenheit, an drei Gesprächsgruppen zum Thema der Tagung teilzunehmen. Prof. Dr. Enders befasste sich mit seiner Lesegruppe mit dem Konzept einer ‚Christlichen Philosophie‘ bei Edith Stein. Dr. Beate Beckmann-Zöller und Herr Dorian Winter aus Luzern stellten sich mit den Teilnehmern ihrer Gruppe der Frage: „Wenn man mit der Vernunft Gottes Dasein erkennen kann, warum gibt es dann Atheisten?“ Eine weitere Gruppe unter der Leitung von Pia Lilienstein und Bernhard Starre wandte sich unter dem Titel „Glauben heißt Gottes Hand fassen und halten“ dem Verständnis des Phänomens des Glaubens bei Edith Stein zu.
In großer Freude über das Stattfinden und die gelungene Durchführung dieser intellektuell wie geistig durchdrungenen Tage sei allen Beteiligten und unserer Patronin Edith Stein „ Danke“ gesagt.Bernhard Starre
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