Vorstand

Präsidentin Dr. phil. Beate Beckmann-Zöller

geb. 1966, verheiratet, einen 17jährigen Sohn, freiberufl. Religionsphilosophin, Autorin, Dozentin, Referentin in der Erwachsenenbildung, Mitherausgeberin der Edith-Stein-Gesamtausgabe.

Bezug zu Edith Stein:

Über eine Arbeit zu „Edmund Husserls Gottesvorstellung“ kam ich zur Religionsphilosophie Edith Steins (Dissertation: „Phänomenologie des Religiösen Erlebnisses – Adolf Reinach und Edith Stein“, 2003), 1998 Heiligsprechung der Philosophin in Rom war wichtiger Anstoß, seit 1999 in der Mitarbeit an der Edith-Stein-Gesamtausgabe, Assistentin von Prof. Gerl-Falkovitz, seit 2009 im Vorstand der ESGD, seit 2015  Vizepräsidentin, seit 2021 Präsidentin.

Leitgedanke von Edith Stein:

„Im Grund ist dies das Ziel aller Theologie: den Weg zu Gott selbst freizumachen.“ (Wege der Gotteserkenntnis, ESGA 17, 51)

Der Vizepräsident: Regens Dr. theol. habil. Tonke Dennebaum

geb. 1974, Priesterweihe 2005, Regens des Mainzer Priesterseminars, Leiter des Pastoral- und Ausbildungsseminars des Bistums Mainz, Privatdozent für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Bezug zu Edith Stein:

Als Edith Stein 1998 heiliggesprochen wurde, war ich zum Studium in Rom und konnte an dem Papstgottesdienst teilnehmen. Von da an hat mich Edith Stein nicht mehr losgelassen. Mich fasziniert, wie sie Glaube und Denken verbindet, die Heilsgeschichte von Altem und Neuem Bund zusammendenkt und wie sie selbstbewusst als Frau ihre Talente in die Kirche einbringt. Ihre tiefe Spiritualität korrespondiert mit einem wachen politischen Gespür. 2018 ist meine Habilitationsschrift zur Christlichen Philosophie Edith Steins im Herder-Verlag erschienen (mit dem Titel: „Freiheit, Glaube, Gemeinschaft“)

Leitgedanke von Edith Stein:

„Ich glaube sogar, je tiefer jemand in Gott hineingezogen wird, desto mehr muß er auch in diesem Sinne ‚aus sich herausgehen‘, d.h. in die Welt hinein, um das göttliche Leben in sie hineinzutragen.“ Brief an C. Kopf, 1928

Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Dr. Mariéle Wulf

geb. 1962, ist Professorin für Moraltheologie/christliche Ethik in Tilburg/NL und hat eine Praxis für Lebens- und
Krisenberatung in St. Gallen/CH. Sie promovierte über Edith Stein und macht ihr anthropologisches und
erkenntnistheoretisches Erbe in Theologie, pastoraler Praxis und Psychologie (z.B. Psychotrauma) fruchtbar.

Zur Person Edith Steins sagt sie: 

Edith Stein ist mir Freundin als klar Reflektierende, als tief Sinnschenkende und als beherzt Handelnde. Wenn man einmal ihre Hand ergriffen hat, lässt sie einen nicht mehr los und ermutigt zu immer neuen Aufbrüchen – aus der Gebrochenheit des Lebens zum Einbruch des göttlichen Lichts. Von ihr kann man lernen „wie man es anfangen kann, an der Hand des Herrn zu leben“. (SBB I, ESGA 2, Br. 150)

 

 

Vorstandsmitglied: Pia Lilienstein M.A.

geb. 1971, Kunstpädagogin und Soziologin, allein lebend mit einem erwachsenen Sohn, zur Zeit wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstpädagogik, FAU Erlangen-Nürnberg, Erwachsenentaufe Ostern 2014.

Bezug zu Edith Stein:

Während meines Soziologie-Studiums in Dresden bin ich Edith Stein in einem Seminar von Prof. Gerl-Falkovitz ‚begegnet‘. Als Philosophin und Lehrerin haben mich beide, Edith Stein aber auch Prof. Gerl-Falkovitz, nachhaltig beeindruckt und innerlich begleitet. Edith Steins Suche nach der Wahrheit konnte ich als religiös Suchende immer sehr gut verstehen und dadurch Ermutigung finden. Ihre Hinwendung zum Christentum hingegen blieb mir fremd, bis mich viele Jahre später mein Wunsch, die Skulptur von Edith Stein in der Frauenkirche von Nürnberg besichtigen zu wollen, in diese Kirche führte und letztendlich zur Taufe und in die Katholische Kirche. Im Rahmen meiner Promotion untersuche ich aus soziologischer und kunstpädagogischer Sicht das Motiv des Fremden oder des Unbekannten in Bildern und beschäftige mich mit der Frage, wie sich Erfahrungen mit Fremden oder mit eigener Fremdheit in Bildern zeigen können.

Leitgedanke von Edith Stein:

„In dem Gefühl der Geborgenheit, das uns oft gerade in „verzweifelter“ Lage ergreift, wenn unser Verstand keinen möglichen Ausweg mehr sieht und wenn wir auf der ganzen Welt keinen Menschen mehr wissen, der den Willen oder die Macht hätte, uns zu raten und zu helfen: in diesem Gefühl der Geborgenheit werden wir uns der Existenz einer Macht inne, die uns keine äußere Erfahrung lehrt.“ (ESGA 8, 171)

Vorstandsmitglied: Norbert Marxer

geb. 1957, Stadtpfarrer Leiter der Pfarreiengemeinschaft Schongau (Lech) in der Diözese Augsburg, seit 1996 Mitglied in der Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland, seit 2018 Mitglied im Vorstand der ESGD.

Bezug zu Edith Stein:

Bereits seit meinem Studium hat mich der Lebens- und Glaubensweg von Edith Stein beeindruckt. Edith Stein war eine Wahrheitssuchende und ist über die Philosophie immer mehr zu einer Wahrheitsliebenden geworden. Aus ihren jüdischen Wurzeln heraus und mit ihren Fragen nach dem Sinn hat sie mehr und mehr zum christlichen Glauben gefunden. Im gekreuzigten und auferstandenen Herrn hat sie sich festgemacht und hat ihr Leben und ihr Sterben in der Person Jesu Christi verankert. Nicht ihr Intellekt hat die Wahrheit gefunden, sondern durch ihr rückhaltloses Vertrauen in Gott und ihr Gebet hat sie sich von der Wahrheit finden lassen. Edith Stein – eine Heilige, die im modernen Europa Gläubige und Ungläubige einander näher bringen und auch näher zu Christus führen kann.

Leitgedanke von Edith Stein:

„Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.“ (ESGA 3, Brief 542)

Vorstandsmitglied: P. Dr. Lukasz Strzyz-Steinert OCD

seit 1999 im Karmelitenorden (Teresianischer Karmel), Dozent für Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Fakultät „Teresianum“ in Rom, Referent in der Erwachsenenbildung und Exerzitienleiter.

Bezug zu Edith Stein:

Durch meine schlesische Heimat und Zugehörigkeit zum Karmel fühle ich mich biographisch zu Edith Stein hingezogen. In meiner Dissertation über Erich Przywara („Israel als Urgeheimnis Gottes? Die Analogik des christlich-jüdischen Verhältnisses bei Erich Przywara“, 2018) unternahm ich den Versuch, das Umfeld Edith Steins sowie den Kontext ihres Denkens besser zu erforschen. Seit 2021 im Vorstand der ESGD.

Leitgedanke von Edith Stein:

„Wenn du dich für Christus entscheidest, so kann es dein Leben kosten.“ (Kreuzerhöhung – Ave Crux, Spes unica, ESGA 20, 119)

 

Geschäftsführerin: Sr. M. Karola Dróżdż OP

geb. 1985 in Polen in Tschenstochau, seit 2005 im Orden der Dominikanerinnen zur Hl. Maria Magdalena in Speyer, Gemeindeassistentin, Grundschulpädagogin, seit 2013 Lehrerin an der klostereigenen Privaten Ganztagsgrundschule mit musikalischem Schwerpunkt, seit 2021 Geschäftsführerin der ESGD.

Bezug zu Edith Stein:

Bereits vor meinem Eintritt ins Kloster der Dominikanerinnen zur Hl. Maria Magdalena in Speyer lernte ich Edith Stein kennen. In unserer Klosterkirche, die als Edith-Stein-Gedenkstätte ausgewiesen ist, entdeckte ich ihr Bild und war fasziniert von ihrem Satz: „Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht“ – eine Aussage, die sich auf einer wunderschönen Kerze neben ihrem Bild befindet. Seit dieser Zeit zog mich Edith Stein in ihren Bann. Innerhalb und außerhalb des Klosters begegnete ich vielen Menschen, die von Edith Stein begeistert wurden. Schließlich lernte ich während meiner Ausbildung zur Gemeindereferentin Fr. Dr. Katharina Seifert kennen, die mich für das Engagement im Vorstand der ESGD gewinnen konnte.

Leitgedanke von Edith Stein:

„Wo immer meines Lebens Straße geht, bist Du (Gott) bei mir.“ (ESGA 20, 35)