Münster

Dozentenstelle am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster

Neben ihrer Schultätigkeit in Speyer arbeitet Edith Stein auch wissenschaftlich. Sie ist häufig zu Vortragsreisen im In- und Ausland unterwegs, was eine große Belastung mit sich bringt. So gibt sie zu Ostern  1931 ihre Schulstelle in Speyer auf und beendet zunächst ihre Arbeit „Akt und Potenz“ (ESGA 10). Nachdem neue Habilitationsversuche scheitern, nimmt sie eine Dozentenstelle am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster an. Sie zieht im Februar 1932 dorthin  und beginnt mit dem Sommersemester ihre Lehrtätigkeit. Sie wohnt im Studentinnenwohnheim  Collegium Marianum“. Das ist auch heute noch ein Wohnheim für Studierende. 

(http://www.muenster.org/marianum/ hier unter „Historie“: Edith Stein in Münster)

Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung durch  die Nationalsozialisten im Januar 1933 und wegen der beginnenden Repressalien gegen Juden,  muss sie ihre Lehrtätigkeit im April 1933 aufgeben. Um Klarheit über ihren weiteren Weg zu finden, betet sie am zweiten Sonntag nach Ostern, dem 30.April 1933, in der Kirche St. Ludgeri. Dort erhält Sie die Gewissheit, nun einen Eintritt in den Karmel anzustreben.


Literatur:

Hergard Schwarte/Beate Beckmann-Zöller:
Edith Stein in Münster
Dialog-Verlag Münster, 2018

Elisabeth Lammers:
Als die Zukunft noch offen war
Edith Stein – das entscheidende Jahr in Münster
Dialog-Verlag Münster, 2003

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