Materialien zur Liturgie

Material für Friedensgebete

Aus “Das Weihnachtsgeheimnis” (ESGA 19, 2-14) 

Jesus als Kind in der Krippe bringt “den Frieden auf Erden […]. […] Wo ist der Friede auf Erden? Friede auf Erden denen, die guten Willens sind! (Lk 2,14) Aber nicht alle sind guten Willens. Darum mußte ja der Sohn des Ewigen Vaters aus der Herrlichkeit des Himmels herabsteigen, weil das Geheimnis der Bosheit die Erde in Nacht gehüllt hat. Finsternis bedeckte die Erde, und er kam als Licht, das in der Finsternis leuchtet, aber die Finsternis hat ihn nicht begriffen. (Joh 1,5) Die ihn aufnahmen, denen brachte er das Licht und den Frieden: den Frieden mit dem Vater im Himmel, den Frieden mit allen, die gleich ihnen Kinder des Lichtes und Kinder des Vaters im Himmel sind, und den tiefen innern Herzensfrieden, aber nicht den Frieden mit den Kindern der Finsternis. Ihnen bringt der Friedensfürst nicht den Frieden, sondern das Schwert. (Mt 10,34) Ihnen ist er der Stein des Anstoßes, gegen den sie anrennen und an dem sie zerschellen. Das ist die eine schwere und ernste Wahrheit, die wir uns durch den poetischen Zauber des Kindes in der Krippe nicht verdecken lassen dürfen. Das Geheimnis der Menschwerdung und das Geheimnis der Bosheit gehören eng zusammen. Gegen das Licht, das vom Himmel herabgekommen ist, sticht die Nacht der Sünde um so schwärzer und unheimlicher ab.”


ESGA 20, 141 (Hochzeit des Lammes, 14.9.1940):

“Es war so oft in den letzten Monaten die Klage zu hören, daß die vielen Gebete um den Frieden noch keine Wirkung gehabt hätten. Welches Anrecht haben wir auf Erhörung? Unser Verlangen
nach Frieden ist sicher echt und aufrichtig. Aber kommt es aus einem ganz gereinigten Herzen? Haben wir wahrhaft „im Namen Jesu“ gebetet – d. h. nicht nur mit dem Namen Jesu auf den Lippen, sondern im Geist und in der Gesinnung Jesu, einzig um der Ehre des Vaters willen, ohne jede Eigensucht?”


ESGA 20, 200f. Pax vobiscum:

“Pax vobis. Der Friede sei mit euch! 

Das ist der Ostergruß des Auferstand’nen. 

Den Frieden in die Welt zu bringen ist Er Mensch geworden.
Ihn kündeten die Engel auf den Fluren Bethlehems.
Frieden – Geborgenheit im Schoß des ew’gen Vaters:
Du hattest ihn, o Herr, auch da als Pilger Du auf Erden weiltest.
Und Deine Mutter hatte ihn, weil ihr Herz eins mit Deinem.
Du gabst dem Vater in der Höhe Ehre,
Daß Er den Blick zur Erde wieder lenke
Und Friede auch den Friedelosen werde.
Vollendet ward es erst durch Deinen Tod.
Da Du vollbracht das blut’ge Werk der Sühne
Und in des Vater Hände Deinen Geist gegeben,
Da neigte Er sich nieder zu den Deinen
Und nahm mit Dir sie auf in Seinen Schoß.
Nimmer versiegend quillt der Strom des Friedens,
Er nimmt den Weg durch Deiner Mutter Herz,
Sie leitet ihn mit milden Händen zu den Menschen.
Du, Königin des Friedens, bautest unser Haus,
Daß eine Stätte es des Friedens werde.
Die Herzen Deiner Kinder sollen Schalen werden,
Die überfließen von dem Himmelstau
Und Fruchtbarkeit dem dürren Lande geben.”


ESGA 20, 253f. (“Sankt Michael”):

“Das göttliche Herz Jesu
O lauschet wohl auf seine leisen Worte,
Die Er in der Tiefe Eurer Seelen spricht
Lernt schweigen – lernt gelassen sein,
Und Er wird Wunder in Euren Herzen wirken
Seid überzeugt: wenn Friede in Euch herrscht,
Der wahre Friede, den nichts mehr verstört,
Dann wird auch Friede kommen für die Welt.”


ESGA 20, 363 (Officium B.M.V. Regina Pacis)

“1. Auf den Weg des Friedens lenke unsere Schritte, schönste Friedenskönigin.
2. Mit Deinem jungfräulichen Fuß, zertritt den Kopf der alten Schlange, mächtigste Friedenskönigin.
3. Frieden und Wahrheit lehre uns, weiseste Friedenskönigin.
4. Mit dem Band des Friedens vereine unsere Herzen, mildeste Friedenskönigin.
5. Im ewigen Frieden befestige uns, treueste Friedenskönigin.”