Danksagung an unseren Schirmherrn Bischof Dr. Wiesemann

Am 19. August 2026 nahm Papst Leo XIV. das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer, an. Papst Benedikt XVI. hatte ihn 2007 zum Bischof von Speyer ernannt, und seitdem war er auch Schirmherr der Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland e.V.

Leider heißt es für uns nun Abschied nehmen von unserem großzügigen Förderer. Ganz herzlich bedanke ich mich im Namen der Edith-Stein-Gesellschaft für seine wohlwollende Unterstützung seit nun fast 20 Jahren. Er hat uns regelmäßig bei den Personalkosten bezuschusst und wir durften die Geschäftsstelle – ein kleines Büro im Ordinariat mit PC und aller nötigen Ausstattung – nutzen, wie von seinem Vorgänger, Bischof Schlembach, bei der Gründung der ESGD vorgesehen.

Vor allem aber sind wir Bischof Wiesemann herzlich verbunden, da er ein tiefes inneres Verständnis für das Leben und Wirken Edith Steins mitbrachte: Sein Verständnis für Edith Stein als Heilige in Speyer, Deutschland und Europa. In Speyer feierte er 2011 mit uns den 120. Geburtstag Edith Steins, 2014 das 20jährige und 2019 das 25jährige Jubiläum unserer Gesellschaft; auf dem deutschen Katholikentag feierte er 2024 mit uns in Erfurt eine denkwürdige Edith-Stein-Messe; das 25jährige Jubiläum unserer Mitpatronin Europas – das zugleich unser 30jähriges Jubiläum war – feierte er mit uns im Straßburger Dom gemeinsam mit Weihbischof Christian Kratz aus Strasbourg und hielt uns eine zweisprachige Predigt, in der er sich selbst übersetzte.

Der jeweils neue Vorstand traf sich mit unserm Schirmherrn, damit er einen Überblick hatte, wer jeweils die Geschäfte und Anliegen der Edith-Stein-Gesellschaft voranbrachte, und damit wir hören konnten, was ihm für unsere Gesellschaft und das Erbe Edith Steins wichtig war.

Bischof Wiesemann war mir vor seiner Zeit als Bischof schon als Edith-Stein-Forscher bekannt, genauer seit dem Edith-Stein-Symposium im Jahr 2000 im Internationalen Edith-Stein-Archiv Würzburg, wo er über „Edith Stein im Spiegel des Denkweges Erich Przywaras“ referierte. Mit ihr hatte er sich bereits seit seiner Dissertation über Przywara beschäftigt („Zerspringender Akkord. Das Zusammenspiel von Theologie und Mystik bei Karl Adam, Romano Guardini und Erich Przywara als theologische Fuge“, 1995); damals noch Propst im Bistum Paderborn. Zum Abschluss seiner Schirmherrschaft für uns hat er nun in diesem Edith-Stein-Jahrbuch 2026, was mich sehr freut, einen – bereits von meiner Vorgängerin Dr. Katharina Seifert angeregten – Beitrag über die spirituellen Hintergründe des Kreuzwegs in der Edith-Stein-Firmkapelle bzw. Kapelle des Bischofshauses beigesteuert, mit dem er zugleich einen wesentlichen spirituellen Impuls setzt als auch eine wichtige Forschungslücke schließt.

Lieber Herr Bischof Wiesemann, vergelt’s Gott für Ihren Dienst der Schirmherrschaft und Gottes reichen Segen für Ihren Ruhestand,

Dr. Beate Beckmann-Zöller, Präsidentin der ESGD

Dr. Beate Beckmann-Zöller

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